Aufgewachsen bin ich in der Gemeinde Freienbach am Schwyzer Zürichseeufer. An unserem Familientisch, zusammen mit meinen Eltern – Vater Heizungsmonteur und Mutter Reinigungskraft – sowie meinen zwei Brüdern, wurde so gut wie nie über Politik gesprochen. Meine eigene Politisierung begann mit Anfang 20. Nach Abschluss einer kaufmännischen Lehre fand ich eine Anstellung als Logistikkoordinator in einem multinationalen Chemieunternehmen. Die Weigerung dieses Unternehmens, die Verantwortung für den schlimmsten Chemieunfall der Geschichte («Bhopal») zu übernehmen, hat mein politisches Bewusstsein geprägt.

Etwa zur gleichen Zeit entschied ich mich, den zweiten Bildungsweg einzuschlagen und die Gymnasiale Matur an der Interstaatlichen Maturitätsschule für Erwachsene (ISME) in St.Gallen nachzuholen. Der Einführungstag an der Kantonsschule Burggraben führte mich erstmals in die Hauptstadt des Kantons St.Gallen, und später zog ich sogar dorthin. St.Gallen bot mir die Möglichkeit, ohne Berufsmatur den zweiten Bildungsweg zu gehen.

Nach meinem Maturaabschluss absolvierte ich ein Studium der Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich und kehrte anschliessend nach St.Gallen zurück. Dort fand ich eine Position in der Kantonsverwaltung und arbeitete mehrere Jahre als Fachmitarbeiter im Amt für Natur, Jagd und Fischerei. In dieser Funktion konnte ich wertvolle Erfahrungen in den Aufgaben der Exekutive sammeln und mich mit verschiedensten Interessengruppen vernetzen. Seit fünf Jahren leite ich nun mein eigenes Büro für ökologische Beratung, wo ich im Bereich Naturschutz und Landwirtschaft tätig bin.